top of page

Fotos entstehen unterwegs oft spontan und genau das macht sie auch aus. Aber eine richtige Nachbearbeitung kann dafür sorgen, dass sie genau die Stimmung transportieren, die wir vor Ort spüren.

  • 23. Jan.
  • 4 Min. Lesezeit

Ein Einstieg in Apps zur Fotobearbeitung erscheint erstmal kompliziert, jedoch ist es ganz einfach. Ich zeige hier meine Tipps, wie ich in die Fotografiebearbeitung eingestiegen bin.



app

Ich empfehle jedem, der in die Fotobearbeitung einsteigt die App "Lightroom". Auf dem Handy und iPad ist diese kostenlos installierbar mit den Basis-Funktionen, welche auf jeden Fall ausreichen. In Lightroom kannst du die Fotos direkt aus der Galerie rein laden indem du auf teilen drückst. Dort öffnet sich die Funktion "in Lightroom öffnen"


aufbau der app

Unten in der App gibt es eine Leiste über die Hauptfunktionen.

1. Links der Zauberstab steht für automatische Bearbeitungen. Diese Funktion brauchst du nach diesem Blogbeitrag nicht.


2. Die zweite Funktion ist die der Presets. Dort kannst du deine eigenen oder erworbene Presets (also Filter) auf deine Fotos anwenden. Ich nutze gerne immer Presets, damit die Fotos einen ähnlichen Vibe versprühen. Meine Presets findest du hier für Outdoorreisen oder hier für Städtereisen (auch als Pack). 


3. Die dritte Funktion ist das Zuschneiden. Diese ist in zwei Situationen bedeutend. Entweder fotografierst du in deiner Kamera auf x1, dann kannst du noch etwas ran zoomen und das Bild auf deinen Fokus hin verkleinern. Die zweite Option wird benötigt, wenn du in deinem Bild eine Horizontale hast (z.B. Meer). Dann kannst du das Bild leicht drehen, sodass das Bild horizontal ist.

 

4. Das Symbol mit den Schiebern ist die wohl wichtigste Kategorie in Lightroom. Hier bearbeitest du die Farben, Helligkeit und Struktur deiner Bilder. Falls du Presets benutzt fällt dieser Schritt weg, da die Presets voreingestellte Anpassungen auf dein Bild übertragen (daher sind sie so hilfreich für Einsteiger). Dann kannst du lediglich Kleinigkeiten nachjustieren.

Weitere Infos über die Bearbeitung weiter unten im Beitrag.


5. Maskieren ist eher für die Fortgeschrittenen eine geeignete Funktion. Dort kannst du durch automatische Erkennung oder über einen Pinsel Bereiche deines Fotos auswählen und diese getrennt voneinander bearbeiten. Das hat den Vorteil, dass beispielsweise Vordergrund und Hintergrund separate Einstellungen von Licht und Farbe erhalten, sodass sie sich stärker abheben.


6. Die letzte Leiste ist das Entfernen. Hiermit kannst du störende Elemente heraus radieren und die KI füllt diese Fläche passend aus. Hilfreich für kleine Flecken auf dem Teller oder störende Sticker. Aber Achtung: kontrolliere immer das Ergebnis, da es manchmal fake aussieht. Übertreibe auch nicht und radiere alle Menschen raus aus dem Strand.

 

 

bearbeitung

1.    Licht.

Hier findest du 6 Kategorien, welche die Belichtung und die Tiefe deines Bildes steuern. Die Belichtung kannst du in den meisten Bildern leicht (z.B. -0,2) herunterdrehen, besonders wenn die Sonne scheint. In dunklen Situationen kann sie auch mal positiv benötigt werden. Hier entscheidest du über die Gesamthelligkeit des Bildes.

Der Kontrast verstärkt nach rechts gedreht die Unterschiede zwischen hellen und dunklen Farben deines Bildes.

Lichter lassen helle Farben strahlen, zum Teil jedoch zu stark leuchten, also aufgepasst. Angewendet kann das Licht oft den Himmel hervorheben.

Tiefen verstärken im Gegensatz zu den Lichtern die dunklen Farben des Bildes, besonders im Schatten von Objekten.

Schwarz/Weiß ist als Feinschliff zu betrachten. Hier werden schwarze und weiße Farben intensiviert oder abgeschwächt.

 

2.    Farbe

Bei der Farbe passieren die häufigsten Fehler, wodurch die Bilder sehr grell und unauthentisch oder zu blass wirken. Gegensteuern kannst du mit dreien der Regler.

Die Temperatur erwärmt oder verkühlt dein Foto. Für die meisten Situationen empfehle ich eine leichte Erwärmung (z.B. +8).

Die Tönung würde ich als Anfänger nicht anfassen!

Die Dynamik wiederum ist sehr wichtig und wird oft mit der Sättigung verwechselt, ist jedoch viel effizienter. Hier kannst du Farben intensivieren, ohne sie gleich unnatürlich wirken zu lassen.

Die Sättigung hingegen zieht die Farben schnell in die Überpigmentation. Daher mit Vorsicht genießen. Gerne drehe ich sie auch etwas herunter.

Oben rechts im Reiter befindet sich der Farbmix. Dort kannst du einzelne Farben steuern und in ihrer Sättigkeit verändern, aber auch den Farbwert verändern. Diese Funktion ist Gold wert und lohnt den Umstieg aus der Fotobearbeitung in der Gallerie. Beispielsweise kannst du die Sättigung der Gelbtöne nutzen, um Zähne aufzuhellen. Durch die Veränderung des Farbtones grün in den negativen Bereich, werden grüne Farben gelblicher und erzeugen einen Herbstlook. Probiere hier gerne aus. Jedoch aufpassen, sobald Menschen im Bild sind. Diese reagieren primär auf Orange, sodass hier wenig verändert werden sollte.


3.    Unschärfe

Diese Funktion ist bei Portraits oder bei Fotos mit Objektiven bedeutend. Am iPhone kannst du mit den Pro Modellen Objektive nutzen. Das sind die Fotos, welche du mit x3, x4, x5 oder x8 geschossen hast. Hier nutzt die Kamera die anderen Kameras für die Unschärfe des Fotos, welche du hier im Nachgang verändern kannst.


4.    Effekte

Die Effekte sind wieder in drei Kategorien aufgeteilt: Effekt, Vignette und Körnung.

Im Effekt ist der Dunst entfernen besonders für Unterwasserfotos spannend. Dadurch werdne diese deutlich klarer. Die Vignette kann einen Retroeffekt erzeugen, indem die Ränder abgedunkelt werden (negative Vignette). Die Körnung tut vielen Fotos gut. Hier wird ein qualitatives Bild erzeugt, welches durch Struktur überzeugt. Je nach Qualität der Kamera setze ich diese gerne auf 20 bis 40. Den Stil muss man jedoch mögen, da kleine Punkte erstellt werdem, welche über dem Foto liegen. So können kleine unscharfe Momente ausgeglichen werden oder ein Retrostil erzeugt werden.


5.    Details

Der Reiter der Details ist schon sehr Fortgeschritten und ist für sehr detaillierte Fotos. Daher kann er für die Amateur-Fotobearbeitung meistens ignoriert werden.  


export

Über die drei Punkte oben rechts kannst du das bearbeite Foto in deiner Gallerie speichern. Eine weitere bedeutende Funktion ist die Erstellung eines Presets. Bist du zufrieden mit deinen Einstellungen kannst du es als Presets, also als Voreinstellung speichern. Dort wählst du einen Ordner aus (in der App) und kannst die Einstellungen dort einfügen. Für ein neues Foto kannst du über den zweiten Kopf dieses Preset anwenden, sodass du das Foto nicht noch einmal komplett neu bearbeiten musst. Hier sind eventuell nur noch Feinheiten zu verbessern.



Ich hoffe diese Erklärungen können dir deinen Einstieg in die App Lightroom erleichtern, welcher oft schwierig sein kann. Aber lass dir sagen: durch üben und ausprobieren versteht man die Funktionen irgendwann und weiß genau welcher Regler in welchem Foto verändert werden muss.


Kommentare


IMG_2460.jpg
IMG_2286.jpg
IMG_0697.jpg
FullSizeRender.jpg
IMG_3115.jpg
IMG_4699_jpg.JPG
IMG_1432.JPG

über mich

ich bin Lina und versuche Schritt für Schritt die Welt zu erkunden und dich dabei mitzunehmen und zu inspirieren

 

Mein Newsletter

Vielen Dank für Ihre Nachricht!

©huepfende.reise Erstellt mit Wix.com

  • Instagram
  • Pinterest
bottom of page